Ein Schallschutzvorhang macht etwas, das ein normaler Vorhang nicht kann: Er trennt zwei Bereiche akustisch voneinander. Zugezogen wird aus einer offenen Fläche eine Besprechungsinsel oder eine Ruhezone – wer außen steht, hört das Gespräch nicht mehr. Aufgezogen ist die Fläche wieder komplett nutzbar. Diese Flexibilität ist der eigentliche Grund, warum sich Bauherren für einen Vorhang statt für eine feste Wand entscheiden.
Wir liefern und montieren das System Schallvorhang OFFICE von Gerriets – vom Aufmaß über die Schienenplanung bis zur Inbetriebnahme des Antriebs.
Schallschutz oder Raumakustik? Zwei verschiedene Aufgaben
Die beiden Begriffe werden ständig verwechselt, auch im Handel. Der Unterschied entscheidet aber darüber, ob Sie am Ende zufrieden sind:
Schallschutzvorhang – Diskretion
Mehrlagig, schwer, blickdicht. Er dämmt: Schall wird daran gehindert, von A nach B zu gelangen. Sie ziehen ihn zu und das Gespräch dahinter ist nicht mehr zu verstehen. Genau dafür ist er gebaut – und nur dafür brauchen Sie ihn.
Akustikvorhang – Klangbild
Dünn, leicht, oft lichtdurchlässig. Er absorbiert: Schall wird im Raum aufgenommen, der Nachhall sinkt, Sprache wird klarer. Eine sinnvolle und schöne Maßnahme – aber sie schafft keine Diskretion. Ein transparenter Vorhang kann nicht abschirmen, was Sie durch ihn hindurch sehen.
Wenn Sie unsicher sind, welche der beiden Aufgaben bei Ihnen ansteht, hilft eine einfache Frage: Stört Sie, wie der Raum klingt – oder stört Sie, was Sie hören? Im ersten Fall geht es um Raumakustik, im zweiten um Schallschutz.
Der Aufbau: Lagen entscheiden
Die Dämmwirkung entsteht durch den Wechsel aus schallschluckenden und schallharten Innenlagen. Je mehr Lagen, desto mehr Masse und desto höher die Dämmung – und desto schwerer der Vorhang, was wiederum Schiene und Antrieb bestimmt.
| Ausführung | Schalldämmmaß | Flächengewicht |
|---|---|---|
| 3-lagig | bis ca. 11 dB | 1,6 kg/m² |
| 5-lagig | bis ca. 13 dB | 2,2 kg/m² |
| 7-lagig | bis ca. 16 dB | 2,9 kg/m² |
| 10-lagig | bis ca. 21 dB | 3,9 kg/m² |
| 12-lagig | bis ca. 26 dB | 4,6 kg/m² |
Messung im Prüfstand nach DIN EN ISO 140, Schalldämmmaß bestimmt nach DIN EN ISO 717-1. Für jede Standardausführung liegt ein eigenes Schallgutachten vor. Durch weitere Innenlagen lässt sich die Dämmung darüber hinaus steigern; in einem Referenzprojekt wurden vor Ort rund 30 dB erreicht.
Was heißt das im Alltag? Ein normal lautes Gespräch liegt bei etwa 60 dB. Hinter einem 12-lagigen Vorhang kommen davon noch rund 34 dB an. Das Grundgeräusch eines belebten Büros liegt meist darüber – das Gespräch geht also darin unter und ist nicht mehr zu verstehen. Für einen ruhigen Nachbarraum bei Nacht gilt diese Rechnung nicht; dann sprechen wir über bauliche Maßnahmen statt über einen Vorhang.