DIN 18041 · Brandschutzklasse B1 · Öko-Tex DE
Branchenübersicht

Akustik in Schwimmbad & Wellness: leiser trotz Fliese, Glas und Wasser

Kaum ein Raum hallt so stark wie eine Schwimmhalle. Wir senken Nachhall und Pegel mit Absorbern, die dem Klima im Feuchtbereich standhalten – ausgelegt nach Messung, gefertigt und montiert aus einer Hand.

6Bereiche im Bad
DIN 18041Auslegung nach Norm
3DAufmaß vor Ort
Alles aus einer Hand

Ein Partner – von der Messung bis zur Montage.

Wir verantworten das Ergebnis von der ersten Akustikmessung bis zur Kontrollmessung nach der Montage. Kein Zwischenhändler, kein Webshop – direkter Kontakt zum Fachbetrieb.

  • Beratungvor Ort, ehrlich
  • MessungDIN 18041, 3D-Aufmaß
  • Eigene Fertigungmaßgefertigt in Deutschland
  • Eigenes Teamsaubere Montage

Eine Schwimmhalle ist akustisch der Extremfall. Fliesen, Sichtbeton, große Glasfronten und die Wasseroberfläche werfen den Schall nahezu vollständig zurück – es gibt kaum eine Fläche, die Energie aufnimmt. Jeder Ruf, jedes Klatschen auf dem Wasser und jedes Gespräch am Beckenrand bleibt im Raum stehen und überlagert sich mit dem nächsten. Akustik im Schwimmbad und Wellnessbereich ist deshalb kein Komfortthema: Sie entscheidet darüber, ob Aufsicht und Kursleitung verstanden werden und ob Gäste sich im Ruhebereich tatsächlich erholen.

Warum Bäder und Wellnessbereiche so laut sind

Die Bauweise gibt es vor. Feuchtraumtaugliche Oberflächen sind hart, glatt und pflegeleicht – genau die Eigenschaften, die Schall reflektieren statt absorbieren. Dazu kommt ein großes Volumen mit hoher Decke, oft mit Glasdach für Tageslicht. Der Schall findet nichts, woran er sich abarbeiten könnte, und die Nachhallzeit steigt entsprechend.

Verstärkend wirkt der Lombard-Effekt: Wer sich in einem lauten Raum verständigen will, spricht automatisch lauter. In der Schwimmhalle rufen dann alle gleichzeitig, der Pegel schaukelt sich auf – und die Aufsicht ist die erste, die nicht mehr durchdringt.

Einsatzbereiche

Typische Bereiche im Bad

SchwimmhalleLehrschwimmbeckenSaunabereichRuhebereichUmkleide & DuschenBeckenumgang

Unsere Systeme für Bad und Wellness

Im Feuchtbereich entscheidet nicht nur die akustische Leistung, sondern auch das Raumklima über die Wahl des Systems. Diese Kombinationen setzen wir am häufigsten ein:

Materialien für wechselndes Raumklima

Das Absorbermaterial ist im Bad dasselbe wie überall sonst: Polyester-Akustikvlies, unempfindlich gegenüber Wasser und Chlor. Ein Sondermaterial für den Feuchtbereich braucht es nicht.

Was sich unterscheidet, ist alles, was das Vlies hält. Im Feuchtbereich fertigen wir grundsätzlich mit Aluminiumrahmen und hängen jedes Element an Edelstahl ab. Rahmen und Abhängung stehen jahrelang in feuchter, chlorhaltiger Luft – dort entscheidet die Korrosionsbeständigkeit darüber, wie lange eine Maßnahme trägt. Auf Wunsch führen wir die Systeme zusätzlich in erhöhten Brandschutzklassen nach DIN 4102 aus, was für öffentlich genutzte Bäder in der Regel gefordert ist.

Was sich dagegen von Bad zu Bad unterscheidet, ist die nötige Absorberfläche. Sie hängt an Volumen, Oberflächen und Nutzung – und die rechnen wir aus der Messung aus, statt eine Standardlösung über jeden Raum zu legen.

Tageslicht erhalten, Nachhall senken

Viele Bäder leben vom Glasdach – und genau dort entweicht der Schall nach oben, ohne absorbiert zu werden. Klassische Deckenabsorber scheiden aus, weil sie das Licht nehmen würden. Für diese Situation setzen wir transparente Folienabsorber ein: Sie wirken über die Mikroperforation, bleiben dabei durchsichtig und lassen das Tageslicht in die Halle.

In Sauna- und Ruhebereichen liegt der Fall anders. Dort geht es weniger um Sprachverständlichkeit als um einen niedrigen Grundpegel – hier arbeiten wir mit flächigen Deckenabsorbern über den Liege- und Beckenzonen.

Ihre Akustik-Analyse

Versteht man in Ihrer Schwimmhalle noch ein Wort?

Wir messen die Nachhallzeit in Ihrem Bad, prüfen die Anforderungen aus Feuchte und Betrieb und sagen Ihnen ehrlich, welche Absorberfläche wirkt – kostenlos und unverbindlich.

Ob Lehrschwimmbecken, kommunales Hallenbad oder Wellnessbereich im Hotel – wir messen, planen, fertigen und montieren die Lösung passgenau, meist in Revisionszeiten oder außerhalb der Öffnungszeiten. So läuft ein Projekt mit uns ab:

So läuft Ihr Projekt

Vom Lärmproblem zur klaren Lösung – in fünf Schritten.

1
Analyse & Messung

Vor-Ort-Termin, Nachhall- und Pegelmessung, 3D-Aufmaß.

2
Planung

Auslegung nach DIN 18041 auf Basis der Messdaten.

3
Fertigung

Passgenaue Produktion im eigenen Haus.

4
Montage

Sauber durch unser eigenes Team, meist im laufenden Betrieb.

5
Kontrollmessung

Dokumentierter Vorher-/Nachher-Vergleich.

Sie wissen nicht, wie viel Absorberfläche Ihre Halle braucht? Dann sprechen wir darüber – kostenlos und auf Basis einer Messung. Wir sagen Ihnen klar, welche Maßnahme im Feuchtbereich trägt und welche nicht.

Häufige Fragen

Warum hallt es in einer Schwimmhalle so extrem?

Weil dort fast jede Fläche den Schall zurückwirft: Fliesen, Beton, große Glasfronten – und die Wasseroberfläche selbst. Es gibt praktisch nichts, was Schall aufnimmt. Dazu kommt ein großes Raumvolumen mit hoher Decke. Das Ergebnis ist eine lange Nachhallzeit, in der sich Rufe, Spritzgeräusche und Gespräche überlagern, bis niemand mehr ein Wort versteht.

Ist das nur ein Komfortthema oder auch eine Sicherheitsfrage?

Beides. In einer halligen Schwimmhalle sind Zurufe der Aufsicht, Anweisungen im Schwimmunterricht und akustische Warnsignale schlechter verständlich. Eine kürzere Nachhallzeit verbessert die Sprachverständlichkeit messbar – das kommt der Aufsicht, dem Kursbetrieb und den Gästen zugute.

Halten Akustikabsorber die Luftfeuchte im Bad überhaupt aus?

Ja. Wir setzen dasselbe Polyester-Akustikvlies ein wie im Büro oder in der Halle – es ist gegenüber Wasser und Chlor unempfindlich. Der Unterschied liegt in der Konstruktion: Im Feuchtbereich fertigen wir grundsätzlich mit Aluminiumrahmen und hängen jedes Element an Edelstahl ab. Was dauerhaft in feuchter, chlorhaltiger Luft hängt, darf nicht rosten.

Wo werden die Absorber im Bad angebracht?

Meist im oberen Hallenbereich, weil dort die größten freien Flächen liegen und der Schall nach oben entweicht. Vertikal abgehängte Baffeln wirken beidseitig und lassen sich zwischen Trägern, Lüftung und Beleuchtung nachrüsten, ohne die Nutzfläche einzuschränken. Unter Glasdächern kommen zusätzlich transparente Folienabsorber in Frage, die das Tageslicht erhalten.

Lässt sich das im laufenden Badbetrieb nachrüsten?

In der Regel ja. Die Montage erfolgt an Decke und im oberen Wandbereich, häufig in Revisionszeiten oder außerhalb der Öffnungszeiten. Wie viel Absorptionsfläche nötig ist und wie lange die Montage dauert, sagen wir Ihnen nach der Messung – nicht vorher nach Gefühl.

Gilt für Schwimmhallen auch eine Norm?

Für die Hörsamkeit in Räumen ist die DIN 18041 die maßgebliche Grundlage. Welche Nutzungsart und welcher Zielwert für Ihre Halle gilt, prüfen wir im Rahmen der Planung und legen die Absorberfläche darauf aus.

Bildnachweis: Foto: Microsorber. Übrige Aufnahmen: raumAKUSTIKS.

Beratung zu Akustik in Schwimmbad & Wellness: leiser trotz Fliese, Glas und Wasser

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