Eine Pendelleuchte hängt genau dort, wo im Raum gesprochen wird: über dem Besprechungstisch, der Theke, dem Esstisch. Akustisch ist sie dabei meistens ein Problem – ein glatter Schirm wirft den Schall zurück nach unten. CONE dreht das um. Der tropfenförmige Korpus aus gewundenen Lamellen lässt das Licht austreten und nimmt zugleich Schall auf. Als Design-Absorber übernimmt die Leuchte damit zwei Aufgaben an derselben Stelle.
Wie die Lamellenstruktur wirkt
Der Unterschied liegt in der Oberfläche. Ein geschlossener Leuchtenschirm ist eine harte, reflektierende Fläche direkt über den Köpfen. Bei CONE ist der Korpus offen: Die gewundenen Lamellen bilden Zwischenräume, in die der Schall eindringt und Energie verliert, statt gebündelt zurückgeworfen zu werden. Das Licht nutzt dieselben Öffnungen und zeichnet ein charakteristisches Muster an Decke und Wand.
Entworfen haben CONE Sabrina Guschlbauer und Wiebke Westrich-Keil. Die Form ist bewusst skulptural gehalten – einzeln gesetzt wirkt sie als Blickfang, in der Gruppe über einem langen Tisch entsteht ein Rhythmus aus Licht und Schatten.